Hilfe zum SF 2 und zur SF Software V 1.11

 

Funktionsprinzip

 

Der SF erzeugt über eine Lichtschranke am Propeller ein Rechtecksignal das der PC

in Echtzeit ausließt und die Impulse  pro Sekunde zählt.

Das bedeutet das nur gemessen werden kann, wenn der Computer nicht zu sehr mit anderen Dingen

beschäftigt ist.

Zum Schutz vor Fehlmessungen habe ich daher zwei Überwachungen in meine Software integriert.

Dazu später mehr unter „Variation“ und „CPU Load“.

 

Einbau

 

Die Blende des SF wird mit den beiden vorderen Inbusschrauben abgeschraubt und kann

dann zum anzeichnen der Bohrungslöcher verwendet werden.

Die große Bohrung kann man mit einer Laubsäge aussägen oder man bohrt am innerem

Kreisumfang nebeneinander viele kleine Bohrungen so das das Mittelteil rausfällt.

Die übrig gebliebenen Spitzen werden dann mit einer Halbrundfeile beigefeilt bis der SF in die Bohrung passt.

 

Schlauchanschlüsse

 

Die beiden runden Distanzscheiben werden mit den O-Ringen zum SF hin auf die Schlauchanschlüsse gesteckt.

Konische Schlauchanschlüsse mit Dichtband sind nicht für den SF zu verwenden.

Die Einschraubtiefe der G 1/4" Anschlüsse muss 8-9mm betragen damit die Anschlussstücke nicht

im Boden vom SF aufgezogen werden und somit der SF an den Anschlüssen undicht wird

weil die Dichtung keinen Kontakt mehr zum Gehäuse des SF hat.

Ist die Einschraubtiefe geringer als 8mm wäre nicht mehr genug Gewinde im SF übrig

um die Anschlüsse sicher zu befestigen.

Die meisten G 1/4" Anschlüsse haben diese Einschraubtiefe von 8-9mm.

 

Elektrischer Anschluss

 

Der SF wird über den dreipoligen Molexstecker am CPU oder Chassis Lüfterport wie ein

Lüfter mit Tachosignal angeschlossen. Von dort bekommt der SF 12 Volt Versorgungsspannung

und übergibt dort die Lüfterdrehzahl. Die Stromaufnahme beträgt 21 mAh.

 

Das einzelne Kabel wird am seriellen Port (COM Port) auf Pin 8 (CTS) aufgesteckt.

Hier wird die Frequenz des Propellers gemessen und durch meine Software in eine

Literzahl umgerechnet.

 _________

 \*  *  *  *  */

  \ *  *  *  */

           ^

        Pin 8

 

 

Die SF Software

 

Installation der Software

 

Alle Dateien in ein Verzeichnis deiner Wahl kopieren.

Bei einem Versionsupdate darauf achten das die Tabelle.txt nicht überschrieben wird.

Bitte vorher eine Sicherheitskopie der Tabelle anfertigen.

 

Einstellungen der Software

 

L/H - L/MIN

 

Einstellung der Anzeige in Liter pro Stunde oder Liter pro Minute.

 

COM1-4 TESTSIGNAL

 

Einstellung des COM-Ports.

Testsignal ist nur zu Demonstrationszwecken der Software wenn kein Durchflussmesser

vorhanden ist.

 

VARIATION

 

Der erste Schutz ist die Menüfunktion "Variation". Die Software vergleicht die zuletzt gemessenen

Impulse mit den aktuell gemessenen Impulsen und überprüft ob eine Frequenzabweichung größer dem unter

"Variation" eingestelltem Wert vorliegt. Ist dies der Fall, dann benötigte der PC zuviel Rechenzeit

für andere Dinge und der aktuelle Messwert wird ignoriert.

In diesem Fall wird "Waiting variation" im Programmfenster eingeblendet. Hat sich das Messergebnis wieder

eingependelt wird die Ausgabe der Messergebnisse fortgesetzt.

Je geringer der Variation Wert eingestellt wird umso genauer ist das Messergebnis.

Der optimale Wert liegt bei 3-5 Hz.

 

CPULOAD

 

Der zweite Schutz ist die Menüoption "CPU Load".

Sollte der PC länger mit einer anderen Aufgabe beschäftigt sein, kann es zu Fehlmessungen kommen

wenn immer nur ein geringer gleichmäßiger Teil an Rechenzeit der Auslesesoftware zur

verfügung gestellt wird.

Um dies zu verhindern kann man über diesen Menüpunkt einstellen ab welcher CPU Auslastung

der PC das messen aufgeben soll.

In diesem Fall wird nur der letzte richtige gemessene Wert angezeigt und gewartet bis wieder

genug Rechenzeit zur Verfügung steht um mit dem messen fortzufahren.

Ab einer bestimmten CPU Auslastung ist keine exakte Messung mehr möglich.

Ein optimaler einzustellender Wert ist hier 15 - 20 %.

Auch hier gilt je geringer desto genauer.

 

Beide Schutzfunktionen beziehen sich ausschließlich auf die Durchflussmessung.

Sollte der Durchfluss auf Null abfallen wird dies jedoch unabhängig von den Schutzfunktionen angezeigt.

 

Das Lüftersignal zum Mainboardsensor benötigt keine CPU Rechenzeit und ist daher

unabhängig von diesen beiden Schutzfunktionen.

 

 

FLOWFACTOR

 

Kennt man nur die Anzahl der Impulse pro Liter vom Durchflussmesser kann man

einen festen Faktor einstellen wie viele Signale der Durchflussmesser pro Liter ausgibt.

Diese Option ist gedacht für Durchflussmesser die in einem gewissen Bereich

linear arbeiten.

 

FANSPEED MULTIPLICATOR

 

Multipliziert die aus der Frequenz hochgerechnete Lüfterdrehzahl die an MBM5

gesendet wird. Angedacht für sehr langsam drehende Durchflussmesser,

da in MBM5 die Shutdownfunktion eine Minimumdrehzahl von 100 U/min benötigt.

 

NUMBER OF WINGS

 

Die Anzahl der Flügel vom Propeller.

 

WARNING l/H

 

Hier kann man einstellen bei welchem minimalen Durchfluss in Liter pro Stunde

eine Warnung ausgegeben werden soll.

 

EXECUTE PROGRAM

 

Ist die Warnung aktiviert kann man mit dieser Option ein Programm ausführen lassen

das zum Beispiel den PC herunterfährt wenn der minimale Durchfluss erreicht wird.

Dazu muss man den exakten Pfad zu dem Programm das ausgeführt werden soll angeben.

Programmaufruf mit nachfolgenden Parametern ist möglich.

 

EXECUTE DELAY

 

Mit Execute Delay kann man eine Verzögerung in Sekunden einstellen, die der PC

warten soll bevor das externe Programm ausgeführt wird.

Abbruch während dieser Zeit ist möglich.

 

Anbindung an MBM 5 (Motherboard Monitor) und Webtemp

 

Die SF Software übergibt die gemessene Literzahl und eine aus der Frequenz hochgerechnete

Lüfterdrehzahl an MBM5. Diese Lüfterdrehzahl wird zusätzlich zu der Lüfterdrehzahl vom

Lüfterport auf dem Mainboard in MBM5 ausgegeben.

Also zusammengezählt eine Literzahl und zwei Lüfterdrehzahlen die in MBM5 angezeigt

werden können.

Die Übergabe der Daten erfolgt über zwei Ports in der Menüoption "MBM5" und

über den Boardsensor vom jeweilig benutzen Lüfteranschluss.

Die in der SF Software eingestellten Ports müssen dann in MBM5 ausgewählt werden.

Das bekannte Programm Webtemp kann dann ebenfalls diese Daten aus MBM5 auslesen.

 

Wird die Shutdown-Funktion von MBM5 benutzt, dann sollte man dazu die Lüfterdrehzahl vom Mainboard

verwenden, die der SF erzeugt. Der Lüfterport vom Mainboard ist nicht CPU-last abhängig.

Ich empfehle die Shutdownfunktion erst nach ca. 3 Tagen anzuwenden nachdem man sicher sein kann

das der SF richtig abgeglichen ist und ohne Aussetzer funktioniert.

Dies sieht man in der MBM5 Statistik unter Menü "High/Low". Die Lüfterdrehzahl darf dort nicht

grundlos auf Minimum null abgefallen sein.

 

Aufbau der Durchflusstabelle (Tabelle.txt)

 

Jeder SF ist einzeln geeicht und hat seine eigene Durchflusstabelle mit den Frequenzen in Hz

des Propellers und den dazugehörigen Durchflussmengen in Liter pro Minute.

Bitte eine Sicherheitskopie der Tabelle anfertigen.

 

Als Beispiel: Der Propeller vom SF erzeugt eine Frequenz von 50 Hz

und hat dabei einen Durchfluss von 0,45 Liter pro Minute.

Bei 100 Hz 0,85 Liter / Minute.

Bei 150 Hz 1,21 Liter / Minute.

 

Der Aufbau der Tabelle würde dann wie folgt aussehen:

           

4          Anzahl Messwerte in der Tabelle

0          1. Wert Hz

0          1. Wert Liter / Minute

50        2. Wert Hz

0.45     2. Wert Liter / Minute

100      3. Wert Hz

0.85     3. Wert Liter / Minute

150      4. Wert Hz

1.21     4. Wert Liter / Minute

 

Die Zwischenwerte berechnet meine Software aus dem nächst tieferen und nächst höherem Wert.

In der geeichten Tabelle sind natürlich wesentlich mehr Messwerte als hier dargestellt.

Man kann auch Durchflussmesser anderer Hersteller mit dieser Software nutzen

wenn man seinen Durchflussmesser selber eicht. Dies kann zum Beispiel durch auslitern erfolgen.

Eine alternative zum selber eichen ist die folgende Option.

 

Problembehandlung

 

Der SF ist relativ unempfindlich gegen von außen einfallendem Licht.

Hier wird es keine Probleme geben.

 

Das Kühlwasser sollte frei von Schmutz und Flusen sein um Ausfälle des SF zu vermeiden.

 

Bei der Erstinbetriebnahme muss erst einmal die Luft aus der kleinen Bohrung des Infrarotsensors

entweichen. Dies kann unter Umständen bis zu 2 Stunden dauern.

In dieser Zeit kann es sein das die Lüfterdrehzahl und der Durchfluss stark schwanken oder

möglicherweise gar nicht angezeigt werden.

 

Die Literzahl sollte maximal ca. +-2 Liter pro Stunde  (abgesehen von ein paar wenigen

Rechenzeitaussetzern die sich nicht ganz vermeiden lassen) auf Windows XP Systemen variieren.

Auf einem Windows 98 PC betragen die Schwankungen +-1 Liter pro Stunde, da scheinbar das Windows 98

System der SF Software mehr Rechenzeit lässt.

Sollte die Literzahl weit darüber hinaus schwanken bitte prüfen ob die Werte im Menü "Variation"

und "CPU Load" richtig eingestellt sind.

 

Ca. 12 % Schwankungen in der Lüfterdrehzahl sind normal. Dies ist bedingt durch verschiedene Faktoren

auf die ich hier jetzt nicht näher eingehen möchte, da diese Thematik sehr komplex ist.

Sollten die Schwankungen wesentlich größer sein als 12% ist ein Abgleich vom SF erforderlich.

Der Abgleich erfolgt im Betrieb durch minimale Veränderung der Stellung des

Potentiometers mit einem kleinen Schraubendreher auf der Platine des SF

 (Das runde schwarze Bauteil mit den 3 Beinen), bis keine übermäßigen Schwankungen

mehr vorhanden sind.

Sollte das Potentiometer ganz verstellt sein gilt als Anhaltspunkt das Potentiometer nach rechts

zu drehen bis die blaue Kontroll-LED erlischt. Von diese Stellung aus ca. 2mm nach links drehen

so das die blaue Kontroll-LED wieder leuchtet. 

Dabei ist anzustreben das die angezeigte Frequenz in Hz möglichst hoch bleibt, aber keine Einbrüche

in der Lüfterdrehzahl zu sehen sind. Beim verstellen des Potentiometers die Messwerte in MBM5 unter

"High/Low" und in der SF Software im Auge behalten.

Nach dem Abgleich das System längere Zeit zum testen laufen lassen.

Abgleich kann z.B. erforderlich sein bei Verwendung von Farbstoffen im Kühlwasser.

Abgleich ist erforderlich wenn die Lüfterdrehzahl weit über 12% schwankt.

Der Abgleich ist normal nicht notwendig da ich diesen schon durchgeführt habe, aber

es kann vorkommen das der SF sich noch weiter "einläuft" und dann ein letzter Abgleich erforderlich ist.

 

Sollte in MBM5 keine Lüfterdrehzahl angezeigt werden ist zu prüfen ob die Durchflussmenge

sehr gering ist, so das die entsprechende Lüfterdrehzahl unter 3000 U/Min liegt.

Sollte dies der Fall sein so muss in MBM5 der "Fandivider" auf 4 oder 8 gestellt werden.

Die Durchflussmengen in verschiedenen PC-Wasserkühlsystemen liegen

ungefähr zwischen 40 und 100 Liter / Stunde.

Dies ist abhängig davon wieviele Komponenten im System wassergekühlt werden.

 

Bekannte Fehler:

 

Keine.

 

Anmerkung:

 

Durch die frei konfigurierbaren Einstellungen kann diese Software auch für andere

Durchflussmesser verwendet werden.

 

Die SF Software darf kostenlos weitergegeben werden.

 

Fragen oder Anmerkungen an mailto:sixtron@sixdesign.de?subject=Solid Flow 2 Anmerkung

 

 

Versionsänderungen:

 

V1.10

Fehler in der Durchflussanzeige bei 100% CPU Auslastung beseitigt.

 

V1.11

Shutdown Funktion rausgenommen, dafür Programmausführung bei einstellbarem Minimum an

Durchfluss integriert. Siehe EXECUTE PROGRAM, EXECUTE DELAY.